Stimmen aus dem Haus - Unsere Kinder dürfen werden, wer sie sind.

Jede Familie hat ihre eigene Geschichte. In unserer neuen Reihe „Stimmen aus dem Haus“ möchten wir Eltern, Kinder, Mitarbeitende und Wegbegleiter zu Wort kommen lassen. Denn ihre Erfahrungen erzählen oft am besten, was das Montessori – Haus des Kindes ausmacht.

Heute berichtet eine Mutter, deren Tochter seit fünf Jahren unsere Montessorischule besucht und deren Sohn seit vier Jahren Teil unseres Hauses (Kinderhaus + Schule) ist.


Was hat Sie damals dazu bewegt, sich für Montessori zu entscheiden?

„Im Regelkindergarten hatte ich oft das Gefühl, dass Kinder wenig individuell gesehen werden. Mir fehlte das Verständnis für ihre Entwicklung. Der Blick war häufig darauf gerichtet, was Kinder noch nicht können, anstatt darauf, was sie bereits mitbringen.

Ich war überzeugt, dass Kinder einen anderen Weg verdienen – einen Ort, an dem sie in ihrer Einzigartigkeit wahrgenommen werden und sich in ihrem eigenen Tempo entwickeln dürfen.“


Welche Erwartungen hatten Sie an eine Montessori-Schule?

„Ich wünsche mir, dass Kinder so weiterlernen dürfen, wie sie es von Anfang an tun – aus einem inneren Antrieb heraus. Schließlich habe ich ihnen weder das Gehen noch das Sprechen beigebracht.

Sie sollen entdecken dürfen, was sie interessiert, was ihnen Freude macht und wer sie wirklich sind. Für mich bedeutet Bildung, dass Kinder werden können, was sie sind – ohne ständig bewertet oder miteinander verglichen zu werden.“


Welche Entwicklung beobachten Sie heute bei Ihren Kindern?

„Ich bin sehr zufrieden. Besonders beeindruckt mich, wie viel Selbstvertrauen sie entwickelt haben. Sie trauen sich Dinge zu, denken logisch, übernehmen Verantwortung und verfügen über viele Alltagskompetenzen.

Vor allem schätze ich, dass sie die Zeit bekommen, die sie für ihre Entwicklung brauchen.“


Wie erleben Sie die Montessori-Pädagogik im Schulalltag?

„Ich habe den Eindruck, dass die Montessori-Pädagogik sehr konsequent umgesetzt wird. Es werden keine ‚faulen Kompromisse‘ eingegangen. Gleichzeitig entwickelt sich die Schule ständig weiter und hinterfragt immer wieder, wie die Umsetzung noch besser gelingen kann.

Das empfinde ich als etwas ganz Besonderes.“


Wie erleben Ihre Kinder die vorbereitete Umgebung?

„Ganz ehrlich? Ich bekomme selbst Lust, in diese Schule zu gehen.

Die vorbereitete Umgebung fühlt sich für mich wie ein Entdeckungsspielplatz an. Sie spricht mehrere Sinne an, lädt zum Ausprobieren ein und ist gleichzeitig klar strukturiert und übersichtlich.“


Wie würden Sie die Beziehung Ihrer Kinder zu den Pädagoginnen beschreiben?

„Vertrauensvoll, wertschätzend und auf Augenhöhe.

Meine Kinder wissen, dass sie Unterstützung bekommen, wenn sie sie brauchen. Gleichzeitig wird ihnen zugetraut, vieles selbst zu lösen. Besonders die altersgemischten Gruppen empfinde ich als große Bereicherung.“


Was wünschen Sie sich für die Zukunft Ihrer Kinder?

„Neben fachlichem Wissen wünsche ich mir, dass sie ihre Interessen entdecken und ihren eigenen Weg finden.

Sie sollen sich immer wieder fragen dürfen: Was liegt mir? Was interessiert mich? Mit welcher Tätigkeit möchte ich einmal mein Leben verbringen?

Für mich ist das eine der wichtigsten Aufgaben von Bildung.“


Gibt es etwas, das sich am Montessori – Haus des Kindes niemals ändern sollte?

„Auf keinen Fall sollte sich der Anspruch ändern, mit dem diese Einrichtung geführt wird.

Der Anspruch, mit dem die Montessori-Pädagogik gelebt und weiterentwickelt wird, ist für mich unübertroffen.“


Wir bedanken uns herzlich für dieses offene und ehrliche Gespräch und das Vertrauen, das uns diese Familie seit vielen Jahren entgegenbringt.

Solche Rückmeldungen bestärken uns in unserem täglichen Auftrag: Kinder mit Respekt, Vertrauen und nach den Prinzipien der Montessori-Pädagogik auf ihrem individuellen Entwicklungsweg zu begleiten.

Denn genau darum geht es – Kindern den Raum zu geben, zu werden, wer sie sind.

 

 

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