Was uns im Umgang mit Kindern wichtig ist

 

Mit Kindern montessorisch zu leben, bzw. sie montessorisch zu begleiten, heißt immer, jedes Kind als einzelnes und einzigartiges, besonderes Individuum zu sehen. Und mit „sehen“ meinen wir, wirklich hinzuschauen und uns damit auseinanderzusetzen „was braucht denn dieser einzigartige Mensch in diesem Moment, um seine Entwicklungsbedürfnisse sättigen zu können?“

 

Junge Kinder haben viele Entwicklungsbedürfnisse, arbeiten (mit „Arbeit“ meinen wir Entwicklungsarbeit) und leisten sehr viel, tagein, tagaus. Sie entwickeln ihre Bewegung (Groß- und Feinmotorik), ihre Sensorik, ihre Sprache, lernen sich selbst und andere Menschen als soziale Wesen und Teil einer Gruppe kennen, passen sich an ihre Kultur, Bräuche und Traditionen an.

 

Sie entdecken die Welt mit den sprichwörtlichen „Kinderaugen“ - sie urteilen nicht, sie interpretieren nicht, sie lieben das Leben und freuen sich auf viele neue Entdeckungen und Erfahrungen. Sie haben einen großen Drang nach „mitmachen“, Selbständigkeit und Unabhängigkeit, den wir nicht bremsen und stören dürfen! Wir müssen ihnen, wie ein berühmtes Zitat sagt, „Helfen, es selbst zu tun.“

 

Kinder im Alter von 1 – 3 Jahren zu begleiten heißt, sie in einem Alter zu begleiten, in dem sie so viele und große Entwicklungssprünge machen, wie später nie wieder in ihrem Leben! Daher müssen wir uns der Wichtigkeit dieses Alters bewusst sein und erachten es als großes Privileg und Freude, Kinder und deren Eltern in dieser wunderbaren, aber auch intensiven Zeit zu begleiten.

 

Unsere wichtigsten Aufgaben sind daher:

 

  • Wir tragen unsere Vorbildrolle mit Verantwortung und Demut – egal was wir tun, was wir sagen, wie wir miteinander umgehen – wir sind uns bewusst: die Kinder beobachten uns! Wenn wir uns wünschen, dass sie verantwortungsvolle, harmonische, friedfertige Erwachsene werden – dann müssen wir sie hierbei unterstützen und das geht unter anderem auch sehr stark dadurch, dass wir es ihnen vorleben.

 

  • Wir spannen den Bogen auf, wir schaffen die Umgebung, wir geben die Sicherheit, in der die Kinder an ihrer Entwicklung, Selbständigkeit, Unabhängigkeit, Freiheit (und den damit Hand in Hand gehenden Begrenzungen und Verantwortlichkeiten) und dem Umgang mit anderen Menschen „arbeiten“ können.

 

  • Wir tragen die Verantwortung für die Vorbereitete Umgebung in der Kleinkindgemeinschaft – sowohl was den räumlichen, zeitlichen als auch sozialen Aspekt betrifft. Junge Kinder befinden sich in der Sensiblen Phase für Ordnung. Das heißt, es muss uns ein großes Anliegen sein, für sie eine Umgebung zu gestalten in der sie erleben können was es heißt, zeitliche, räumliche und soziale Ordnung und Struktur zu haben. Diese immer wiederkehrende Ordnung (dabei geht es nicht nur um die klassische räumliche Ordnung, sondern auch ganz stark um Rituale, Tagesabläufe, etc) gibt den Kindern Sicherheit, Orientierung und damit auch Vertrauen. Zu wissen was als nächstes passiert, wer da auf mich wartet, oder wer mich da abholt und zu wissen was ich wo finde, sind ungemein wichtige Aspekte für so junge Kinder.

 

  • Wir arbeiten an uns selber, wir tauschen uns untereinander aus, wir bilden uns fort, um so sicherzustellen, dass auch wir, so wie die Kinder, die wir begleiten, nicht still stehen.

 

(c) Ana Vasic für das Montessori - Haus des Kindes

 

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